Impressionen aus Oberhessen - Lauterbacher Strolch

Unterstützung für Hospizarbeit in der Wetterau

Günter Sedlak (l.), Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Bürgerstiftung, überreichte mit Stiftungsvorstand Bernd Kunzelmann (r.) die Zuwendung von 1.250 Euro aus Mitteln der „RosenHospizStiftung“ an die beiden Vorsitzenden des Hospizdienstes Wetterau Anita Unkel (l.) und Marion Osenberg (r.)

Eine Zuwendung in Höhe von 1.250 Euro erhielt der Hospizdienst Wetterau. Bei dem Betrag handelt es sich um Mittel aus der „RosenHospizStiftung“, die unter dem Dach der Bürgerstiftung Gut für Oberhessen geführt wird.

Günter Sedlak, Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung, überreichte die Zuwendung an Marion Osenberg und Anita Unkel vom Hospizdienst Wetterau. „Stiftungsarbeit soll vor allem gesellschaftliche Vorhaben fördern und Engagement wertschätzen – gerade wenn dies Menschen in schwierigen Situationen unterstützt. Die ehrenamtliche Hospizarbeit ist hierfür bezeichnend“, erklärte Sedlak. Die beiden Vorsitzenden Marion Osenberg und Anita Unkel bedankten sich herzlich bei der „RosenHospizStiftung“, die den Zweck hat, die Hospizarbeit in Bad Nauheim zu unterstützen und weiter aufzubauen. Perspektivisch soll eine stationäre Hospizeinrichtung entstehen. Bis hierfür genügend Mittel zusammen sind, wird der Stiftungszweck durch den Hospizdienst Wetterau verwirklicht.

Marion Osenberg, 1. Vorsitzende vom Hospizdienst Wetterau in Bad Nauheim erklärte, was ihre ambulante Hospizgruppe leistet: „Wir begleiten schwerkranke und sterbende Menschen in ihren letzten Tagen und Wochen Zuhause und in Pflegeeinrichtungen. Unser Engagement ist ehrenamtlich – dennoch arbeiten wir professionell.“ So sei zum Beispiel eine intensive Vorbereitung der Hospizbegleiter auf ihren Einsatz wichtig, auch im Hinblick auf die emotionale Belastung, die dieser mit sich bringt. Sich Zeit für Gespräche zu nehmen und auf die letzten Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen zu achten – dies sei die wichtige Hauptaufgabe. Dazu gehören auch die enge Begleitung der Angehörigen sowie die Unterstützung bei wichtigen Formalitäten wie Vorsorgevollmachten oder Patientenverfügungen. „Wir werden das Geld nutzen, um unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter weiter fortzubilden und neue Mitarbeiter für die Sterbe- und Trauerbegleitung zu gewinnen und zu qualifizieren“, sagte Osenberg.

Die Bürgerstiftung Gut für Oberhessen wurde Ende 2012 auf Initiative der Sparkasse Oberhessen gegründet, um den oberhessischen Bürgern eine Möglichkeit zu geben, sich zu engagieren und in ihrer Region konkrete Projekte zu unterstützen. „Mit der Bürgerstiftung bieten sich dazu mehrere Möglichkeiten. Es ist schön zu sehen, wie viel Zuspruch es bereits gibt“, erklärte Sedlak. Das Stiftungsvolumen habe nach gut zwei Jahren die eine Millionen Euro Grenze überschritten. Unter dem Dach der Bürgerstiftung Gut für Oberhessen befinden sich auf der einen Seite eigenständige Stiftungsfonds, mit denen die Stifter einen bestimmten Zweck oder eine Organisation unterstützen möchten – wie auch die „RosenHospizStiftung“. Auf der anderen Seite gibt es den großen Topf der Bürgerstiftung, in den zusätzlich zur Gründungsstiftung der Sparkasse bisher weitere Zustiftungen geflossen sind. Einmal im Jahr werden die Erträge hiervon ausgeschüttet. In 2014 gingen diese an das Familienzentrum Pamuki Altenstadt, Menschen’s Kinder Schotten und den Frauen-Notruf Wetterau. „Durch den speziellen Charakter einer Stiftung bleibt das Stiftungsvermögen dauerhaft erhalten, da für Stiftungszwecke allein die Erlöse verwendet werden“, erläuterte Sedlak weiter.