Impressionen aus Oberhessen - Lauterbacher Strolch

4.500 Euro für Arbeitskreis Demenz Wetterau

Günter Sedlak, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung und der Sparkasse Oberhessen überreichte gemeinsam mit Landrat Joachim Arnold als Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums die Zuwendung an Christina Keller vom Pflegestützpunkt Wetteraukreis sowie an weitere Vertreter des Arbeitskreises. „Sie, die Haupt- und Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Demenz, haben sich als Ziel gesetzt, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz in der Region zu verbessern. Wir möchten Ihre sehr wichtige Arbeit unterstützen“, erklärte Sedlak.

Rund 1,5 Mio. demenzkranke Menschen in Deutschland

„Demenz ist nach wie vor ein Tabuthema. Daher ist es umso wichtiger, dass der Arbeitskreis Demenz Wetterau als Koordinationsstelle über die Krankheit informiert, aufklärt und sie damit aus der Tabuzone holt“, machte Sedlak deutlich. Auch Landrat Joachim Arnold würdigte als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums die wichtige Aufgabe: „Als erste Anlaufstelle für alle Fragen bietet der Arbeitskreis Unterstützung und Hilfe sowohl für die Betroffenen als auch die Angehörigen. Durch die Aufklärung der Menschen in unserer Region wird zudem gegen Vorurteile und Ängste gearbeitet.“

Arbeitskreis Demenz Wetterau wurde 2007 gegründet

Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss verschiedener sozialer Einrichtungen und Institutionen, sowie Kommunen, Kirchen, Kliniken, Vereinen und Verbänden. Christina Keller vom Pflegestützpunkt Wetteraukreis und Koordinatorin für den Arbeitskreis Demenz erklärt, wofür das Geld benötigt wird: „Wir organisieren Informationsmessen, Fachvorträge oder Filmvorführungen für alle interessierte Bürgerinnen und Bürger.“ Mit der Zuwendung der Bürgerstiftung könne das Angebot in 2016 noch weiter ausgebaut werden. „Neben einer großen Infomesse in Wölfersheim planen wir noch zehn Angehörigen von demenzkranken Menschen einen Tag ‚pflegefreie Zeit‘ zu schenken“, erklärte Keller. Wichtig sei es, auch die Bevölkerung zu sensibilisieren und mit den besonderen Bedürfnissen der Erkrankten richtig umzugehen. Dies betreffe auch Geschäfte oder Feuerwehr und Polizei. Christina Keller erklärt: „Ich erinnere mich gut an den Fall einer demenzkranken Frau, die jeden Tag ein Stück Butter im Supermarkt gekauft hat. Am Ende der Woche musste ihre Tochter alles zurückgeben.“

Dateien:
Download2015_PM_Zuwendungen_Wetterau.pdf[361 KB]
14.12.2015